Neuer Zugang zum Anita-Berber-Park

Am 30. August fand die erste Beteiligungsveranstaltung zur Neugestaltung einer barrierefreien Anbindung von der Leinestraße zum Anita-Berber-Park statt. Trotz Regen haben sich einige Interessierte und Anwohner*innen zusammengefunden, um gemeinsam mit den Zuständigen des Bezirksamts Neukölln sowie dem beauftragten Verkehrsplaner zwei Varianten zu besprechen.

Für die Neugestaltung des Zugangs zur bestehenden Rampe Anita-Berber-Park wurden zunächst zwei mögliche Varianten vorgestellt.

Die minimal gehaltene Variante 1 sieht an verschiedenen Bereichen in der Leinestraße eine Gehwegvorstreckung vor. Dabei wird der Bürgersteig verbreitert und auf den Straßenbereich vorgezogen und die Bordsteinkante wird abgesenkt. Die Fußgänger*innen erhalten somit eine bessere Einsicht auf die Straße. Parkende Autos können das Blickfeld nicht einschränken und die Leinestraße lässt sich sicherer überqueren. In der Variante 1 schlägt der Verkehrsplaner eine solche Gehwegvorstreckung im Bereich der Stichstraße vor, die von der Leinestraße in Richtung Anita-Berber-Park einbiegt. Auch die gegenüberliegenden Gehwege werden im Bereich der Zufahrt Bordsteinabsenkungen erhalten, ebenso wie der Mündungsbereich der Lichtenrader Straße geplant.

Variante 1 sieht Gehwegvorstreckungen in verschiedenen Bereichen der Leinestraße vor.

Die zweite Variante sieht ebenfalls die Gehwegvorstreckungen wie in Variante 1 vor. Darüber hinaus wird eine Anhebung, eine sogenannte Aufpflasterung der Fahrbahn in diesem Bereich auf die Höhe des Gehwegs vorgeschlagen, wie in der Abbildung skizzenhaft dargestellt. Somit bleibt die Gestaltung der Zuwegung bis zur Rampe Anita-Berber-Park durchgehend auf einer Höhe. Dies erleichtert die Erreichbarkeit des Parks für Menschen im Rollstuhl oder mit dem Kinderwagen, da sie keine Bordsteine mehr überwinden müssen. Gleichzeitig wird der Autoverkehr somit verlangsamt, da Autos den angehobenen Fahrbahnbereich nur langsam überqueren können.

Variante 2 kombiniert die Gehwegvorstreckungen aus Variante 1 zusammen mit einer Aufpflasterung der Fahrbahn.

Weiterhin schlägt der Verkehrsplaner vor, die Oberfläche der kleinen Stichstraße in Richtung Anita-Berber-Park zu sanieren. Gleichzeitig wird die Zufahrt auf das Höhenniveau des Gehwegs vor den Häusern Leinestraße 36 A und B angepasst.

In der Planung ist jedoch zu berücksichtigen, dass der rückwärtige Grundstücksbereich der Wohnhäuser in der Leinestraße 36 A und 36 B ebenso wie die angrenzende Schule weiterhin mit dem Auto erreichbar sind. Insbesondere muss die Zufahrt von Rettungs- und Müllfahrzeugen möglich bleiben. Daher können Angebote zum Verweilen, wie beispielsweise Sitzbänke innerhalb dieser Fläche nur reduziert angeboten werden. Einige Teilnehmende verwiesen in diesem Zusammenhang zudem auf bereits vorhanden Angebot an Sitzgelegenheiten im Anita-Berber-Park.

In dem Gespräch kam die Idee auf, die wenigen Parkplätze in der kleinen Stichstraße gänzlich wegzunehmen und somit mehr Aufenthalts- bzw. Spielfläche zu schaffen. Stattdessen sollten besser ein oder zwei Bäumen angepflanzt werden, was auch Vorteile für das Klima bringt.

Insgesamt wurde die umfangreichere Variante 2 von den teilnehmenden Bürgern und Bürgerinnen als die Bessere besprochen. Insbesondere die Teilnehmer*innen, die unmittelbar angrenzend in der Leinestraße wohnen, sahen einen Vorteil in der Aufpflasterung der Fahrbahn. Sie erhoffen sich somit eine Beruhigung des fließenden Verkehrs in der Leinestraße und eine höhere Beachtung der hier bestehenden Zone 30. Gleichzeitig bieten die Gehwegvorstreckungen in der Breite der aufgepflasterten Straßenfläche mehr Sicherheit und Platz für Fahrradbügel.

In der Entscheidung für die Variante 2 als Vorzugsvariante waren sich zum Ende der Beteiligungsveranstaltung alle Teilnehmenden einig. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist nun ab Frühjahr 2022 vorgesehen. Die Fortschritte werden hier auf der Webseite weiter für Sie dokumentiert.

Im regen Austausch wurden verschiedene Varianten für die Gestaltung der barrierefreien Anbindung zum Anita-Berber-Park diskutiert, August 2021.